Nachbarschaftszentrum Niedergirmes zieht positive Bilanz und öffnet Angebot für Familien

Ein Jahr, viele Begegnungen, bewegende Rückmeldungen: Mit der Veranstaltungsreihe „Meine Auszeit“ hat das Nachbarschaftszentrum in Niedergirmes 2025 gezielt Seniorinnen und Senioren aus der Einsamkeit geholt – und neue Verbindungen im Stadtteil gestiftet.

Finanziell unterstützt wird das Projekt von den Wohnungsgesellschaften WWG, Nassauische Heimstätte, Gewobau und Spar- und Bauverein. Träger des Nachbarschaftszentrums ist die Diakonie Lahn Dill.

Dankbare Arbeit – neue Kontakte entstanden

Nach zwölf Monaten ziehen die Verantwortlichen ein positives Fazit.

„Es war eine sehr dankbare Arbeit, wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Koordinatorin Christiane Hartmann. Auch Quartiersmanagerin Chantal Maier betont: Es sei gelungen, Menschen zu erreichen, die bislang keinen Kontakt zum Zentrum hatten.

Eine neue Gruppe hat sich gebildet und trifft sich inzwischen regelmäßig. Manche Teilnehmenden haben sich bei der „Auszeit“ sogar wiedergefunden – nach Jahren ohne Kontakt.

Vom vollen Haus bis zur kleinen Runde

Schon die Auftaktveranstaltung machte deutlich, welches Potenzial in der Idee steckt: Die „Bousseldande“ füllte das Haus mit 220 Besucherinnen und Besuchern.

Ein Konzert- und Leseabend mit Katharina Stahl (Gesang) und Lea Weigand (Autorin) lockte im Herbst 90 Gäste ins Zentrum.

Daneben lebte die Reihe von kleineren, persönlichen Formaten:

  • ein Malkurs

  • ein Smartphone-Lehrgang

  • gesellige Kaffeekränzchen

  • und weitere kreative Angebote

Die Wurzeln der Reihe liegen im bewährten „Kaffeetänzchen“, das Nachbarschaftszentrum und Tafel Wetzlar seit Jahren gemeinsam in der Wiesenstraße veranstalten. Dort begeistert Alfons Dörr mit Liedern aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren regelmäßig die Gäste.

Wenn Generationen zusammenkommen

Eine besondere Beobachtung: Viele Großmütter kamen nicht allein – sie brachten ihre Enkelkinder mit.

Ein Kind besucht inzwischen regelmäßig den Maltreff. Diese Erfahrung hat Mut gemacht: „Meine Auszeit“ wird 2026 ausdrücklich auch für Familien geöffnet. Zudem wächst das Angebot – statt bisheriger Termine wird es nun zehn Begegnungen im Jahr geben.

Das Programm 2026 im Überblick

  • Freitag, 27. Februar, 16 Uhr: Fußmatten bemalen

  • Dienstag, 3. März: Yoga und Entspannung

  • Sonntag, 19. April und 27. September, jeweils 15 Uhr: Kaffeekränzchen

  • Samstag, 4. Juli, 15 Uhr: „Lange Tafel“ mit Mitbring-Frühstück

  • Freitag, 2. Oktober, 12 Uhr: Kino für Kinder (in Erinnerung an Diakon Harald Würges)

  • Freitag, 30. Oktober, 18 Uhr: Bingo mit Preisen heimischer Unternehmen

  • Samstag, 28. November, 18 Uhr: Kleidertauschbörse

  • Sonntag, 13. Dezember (3. Advent), 15 Uhr: Advents-Café

Gerade in der Adventszeit sei das Angebot wichtig, betont Maier: „Viele Menschen verbringen Weihnachten alleine. Deshalb laden wir bewusst zu einem Advents-Café ein.“

Begegnung ohne Hürde

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

Zur besseren Planung bitten Christiane Hartmann und Chantal Maier um Anmeldung unter Telefon 06441 9013601 oder per E-Mail an c.hartmann@diakonie-lahn-dill.de.

Mit „Meine Auszeit“ zeigt das Nachbarschaftszentrum: Gemeinschaft beginnt dort, wo Menschen sich Zeit füreinander nehmen – und wo aus einem Nachmittag neue Beziehungen wachsen.

RED

FOTO: Redaktion