Rund 40 Männer kamen am Samstag, 7. März, zum Männerfrühstück der synodalen Männerarbeit des Kirchenkreises im Paul-Schneider-Gemeindezentrum in Hüttenberg zusammen. Unter dem Thema „Klima-Tisch – Schöpfung bewahren, Verantwortung übernehmen“ verband der Vormittag gemeinsames Frühstück, geistliche Impulse und einen fachlichen Austausch über konkrete Schritte zu mehr Nachhaltigkeit.
Der Assessor des Kirchenkreises Pfarrer Christoph Schaaf eröffnete den Morgen. Ein Gedicht von Erich Fried („Was es ist“) sowie das gemeinsame Lied „Die güldene Sonne“ setzten einen nachdenklichen und zugleich hoffnungsvollen Auftakt.
Reichhaltiges Frühstück und gute Gespräche
Beim anschließenden Frühstück entstand Raum für Begegnung und Austausch. Die Tische waren reich gedeckt: von frischen Brötchen, Wurst, Käse und Aufstrichen bis zu warmen Speisen wie das von Bildungsreferent Jochen Gessner gekochte Schatschuka und Rührei. In dieser offenen Atmosphäre entwickelten sich schnell lebhafte Gespräche, bevor der thematische Teil des Vormittags begann.
Wald, Klima und Verantwortung
Nach dem Frühstück führte ein Impulsvortrag von Christoph Diefenbach, zuständig für Nachhaltigkeitsmanagement und Beschaffungswesen bei der Evangelischen Kirche im Rheinland in Düsseldorf, in das Thema ein. Der ausgebildete Forstwirt erklärte anschaulich die vielfältige Bedeutung des Waldes.
Der Wald als „Dienstleister“ für den Menschen erfüllt mehrere wichtige Funktionen:
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Wirtschaftsfaktor: Holz ist ein CO₂-neutraler Rohstoff und ein bedeutender Bestandteil nachhaltiger Wirtschaft.
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Schutzfaktor: Wälder speichern Wasser und bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
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Erholungsraum: Für viele Menschen sind Wälder wichtige Orte der Ruhe und der Freizeitgestaltung.
Zugleich machte Diefenbach deutlich, dass der menschengemachte Klimawandel bereits heute zu einem erheblichen Verlust an Biodiversität führt.
Was Gemeinden und Einzelne tun können
Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Dabei ging es sowohl um Möglichkeiten für Kirchengemeinden als auch um den Beitrag jedes Einzelnen im Alltag.
Ein zentraler Gedanke des Vormittags lautete: Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns alle betrifft. Gerade die Kirche könne hier eine besondere Rolle einnehmen, indem sie Verantwortung übernimmt und mit gutem Beispiel vorangeht.
Einige konkrete Ansätze wurden dabei genannt:
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Nachhaltig einkaufen, etwa über kirchliche Beschaffungswege wie den KirchenShop
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Regionale Produkte bevorzugen, um lange Transportwege zu vermeiden
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Bewusst mit Ressourcen umgehen, beispielsweise durch weniger Flugreisen oder einen geringeren Fleischkonsum
Diefenbach betonte dabei: „Nachhaltigkeit soll Spaß machen und uns Menschen nicht total in unserer Freiheit einschränken.“
Abschluss mit Lied und Segen
Zum Abschluss des Morgens wurde noch einmal gemeinsam gesungen, bevor der Segen gesprochen wurde. Mit vielen neuen Gedanken und Anregungen endete ein Vormittag, der Gemeinschaft, Glauben und Verantwortung für die Schöpfung miteinander verband und dazu ermutigte, Nachhaltigkeit im eigenen Alltag und in den Gemeinden konkret zu leben.
Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Kirche finden Interessierte unter:
oek.ekir.de.
JCK
FOTOS: Jan-Christopher Krämer
FOTO 1: Rund 40 Männer kamen in Hüttenberg zum kreiskirchlichen Männerfrühstück zusammen.
FOTO 2: Pfarrer Christoph Schaaf eröffnete das Frühstück mit einem geistlichen Impuls.
FOTO 3: Auf diesem Tisch war für jeden etwas dabei.
FOTO 4: (v- l.) Christoph Schaaf und Jochen Gessner kümmerten sich um die warmen Speisen.
FOTO 5: Referent Christoph Diefenbach von der Landeskirche klärte auf zum Thema Nachhaltigkeit.