Gemeinsam für Vielfalt und Sichtbarkeit

Unter dem Motto „Sicherheit durch Sichtbarkeit – Vielfalt ist keine Selbstzensur“ fand am Samstag, 20. Juni, der Christopher Street Day (CSD) Mittelhessen in Wetzlar statt. Zahlreiche Menschen beteiligten sich trotz der großen Hitze an der Demonstration und dem anschließenden Straßenfest für Vielfalt, Respekt und die Sichtbarkeit queerer Menschen. Der farbenfrohe Demonstrationszug führte von der Brückenstraße über den Eisenmarkt bis zur Avignon-Anlage.

Die Teilnehmenden machten deutlich, dass Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität sichtbar und selbstverständlich Teil unserer Gesellschaft sind. Zugleich sollte der CSD Menschen ermutigen, die sich bislang nicht trauen, ihre Identität offen zu leben.

Kirchen gemeinsam vor Ort

Der Evangelische Kirchenkreis an Lahn und Dill war gemeinsam mit der katholischen Kirche Gießen, dem Evangelischen Dekanat Gießen und der Jungen Kirche Gießen mit einem Stand vertreten. Viele Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, mit uns ins Gespräch zu kommen.

„Es ist wichtig, hier sichtbar zu sein und als Kirche deutlich zu machen: Du bist willkommen“, lautete eine der zentralen Botschaften des Tages. Die Präsenz beim CSD bot die Möglichkeit, Begegnungen zu schaffen, zuzuhören und ein Zeichen gegen Ausgrenzung zu setzen.

Informationen, Gespräche und eine Pause im Schatten

Am Stand gab es Armbänder, Tattoos, eine Fotobox und verschiedene Informationsmaterialien. Besonders gefragt waren die Schuldbekenntnisse der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Darin setzen sich die Kirchen mit ihrer Geschichte im Umgang mit queeren Menschen auseinander und benennen eigenes Versagen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen wurden auch die Liegestühle unter dem Sonnenschirm gerne genutzt. Sie boten Raum für kurze Pausen, Begegnungen und Gespräche.

Kirche an der Seite von Menschen

Für den Kirchenkreis war die Teilnahme Ausdruck eines kirchlichen Selbstverständnisses, das die Würde jedes Menschen achtet und Vielfalt als Bereicherung wahrnimmt. Die Begegnungen und Gespräche an diesem Tag haben gezeigt, wie wichtig es ist, als Kirche dort präsent zu sein, wo Menschen nach Gemeinschaft, Anerkennung und einem offenen Miteinander suchen.

JCK

FOTOS: Stella Berker, Johanna Mähling

FOTO 1: Das Team des Kirchen-Stands beim CDS Mittelhessen. Der Kirchenkreis war mit Pfarrerin Johanna Mähling, Franziska Feth (Am Solmsbach), Alice Kahn (Vorsitzende des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit), Jochen Gessner (Bildungsreferent) und Jan-Christopher Krämer (Öffentlichkeitsreferent) stark vertreten.

FOTO 2: Trotz glühender Hitze zogen hunderte Menschen für Vielfalt und Sichtbarkeit durch Wetzlar.

FOTO 3: (v. l.) Öffentlichkeitsreferent Jan-Christopher Krämer und Pfarrerin Johanna Mähling vor dem CSD-Wagen.