Pfarrer Peter Hofacker als Bezirksdekan eingeführt/Superintendent Dr. Sitzler gratuliert:

In einem Festgottesdienst am Sonntagvormittag im Wetzlarer Dom wurde Pfarrer Peter Hofacker offiziell in das Amt des Bezirksdekans für die Wetzlarer Region eingeführt, wo rund 29 000 Katholiken leben. Am Gottesdienst teilgenommen und ein Grußwort gesprochen hat auch der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises an Lahn und Dill, Dr. Hartmut Sitzler.

Im Auftrag von  Bischof Georg Bätzing überreichte der Limburger Generalvikar Wolfgang Rösch die Ernennungsurkunde zum Dekan bis zum 2. Mai 2026. Damit tritt Hofacker die Nachfolge von Pfarrer Martin Weber (Biebertal) an, der dieses Amt seit 1998 kommissarisch wahrgenommen hatte.

Pfarrer Hofacker wurde am16. November 1966 in Braubach geboren und am 26. Juni 1993 im Limburger Dom von Bischof Franz Kamphaus zum Priester geweiht. Nach seiner Tätigkeit als Kaplan und Pfarrer in der Frankfurter Region und Oberursel wechselte er im Januar 2016 in den Westerwald nach Westerburg. Dort wurde er im März 2018 zum Bezirksdekan für den Westerwald ernannt.  Im Juli 2020 wurde er Nachfolger des so plötzlich verstorbenen Peter Kollas, Pfarrer der katholischen Pfarrei „Unserer Lieben Frau Wetzlar“.

„Ich bin gerne nach Wetzlar gekommen, das ich sehr gut kenne, denn ich war hier vor 30 Jahren einige Jahre als Kaplan am Dom tätig. Einem Gotteshaus, in dem beide Konfessionen beheimatet sind, auch ein Grund, warum die Arbeit in der Ökumene so lebendig war. Aber auch dem Auftrag von Bischof Georg Bätzing, den neuen Bezirksdekan in sein Amt einzuführen, komme ich gerne nach. Ich kenne und schätze Peter Hofacker seit vielen Jahren als einen Seelsorger, dem die Nähe zu den Menschen ein großes Anliegen ist“, so der Generalvikar.

In einem starken Appell an alle im Dom gipfelte Röschs Predigt: „Leben Sie ihren Glauben!“. In seiner Predigt kreiste der Generalvikar um den Text im Johannes-evangelium, Kapitel 15, Vers 5: „Ich bin der wahre Weinstock und ihr seid die Reben“, die in der Beziehung zu Christus reifen. Gerade in unserer Zeit, in der ein Leben aus dem Glauben, auch bedingt durch die vielen Fragen und Probleme in unserer Kirche, für viele Christen nicht immer einfach sei, sei es wichtig, die Beziehung zu Gott nicht abreißen zu lassen.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von einer Schola bestehend aus Mitgliedern der Chöre am Dom und Domkantor Valentin Kunert.

Bei der Überreichung der Urkunde betonte der Generalvikar, dass Pfarrer Hofacker nicht nur verantwortlich sei für die kirchlichen Mitarbeiter im Bezirk und den pastoralen und kirchlichen Aufgaben, er vertrete auch den Bischof gegenüber Behörden, Organisationen und nichtkirchlichen Einrichtungen im Bezirk.

Superintendent Dr. Hartmut Sitzler überbrachte für den Evangelischen Kirchenkreis an Lahn und Dill die Glückwünsche. „Lassen Sie uns sichtbare ökumenische Akzente setzen und in christlicher Verbundenheit arbeiten, denn unsere beiden Kirchen stehen vor tiefgreifenden Veränderungen.“

„Lassen Sie uns eine gemeinsame, dienende Kirche im Bezirk sein“ bat Pfarrer Hofacker in seinem Schlusswort.  Dabei sei ihm die Zusammenarbeit in der Ökumene ein Herzensanliegen. Bei den Mitgliedern der synodalen Gremien auf Bezirksebene und der Pfarrgemeinden warb er um eine konstruktive Zusammenarbeit.

wv 

Der Limburger Generalvikar Wolfgang Rösch (rechts) überreichte Pfarrer Peter Hofacker die bischöfliche Ernennungsurkunde zum Bezirksdekan.