Pfarrer Frankjörn Pack tritt in den Ruhestand:

Zum 1. Januar 2024 tritt Frankjörn Pack, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinden Niederbiel und Oberbiel, in den Ruhestand.

„Immer mal wieder was Neues“, sei seine Devise in der Gemeindearbeit gewesen, erzählt der Theologe im Rückblick. Es sei ihm daran gelegen gewesen, öfters etwas Anderes oder etwas anders zu machen. „Ich wollte Christen in ihrem Glauben weiterbringen, das christliche Wachstum unterstützen“, begründet Pack seinen Ansatz. Daher habe es Abende unter dem Motto „Bibel mal anders“ gegeben. „Da haben wir uns Bibeltexten auf unterschiedliche Art kreativ genähert“, so der Theologe. Zur Jahreslosung gab es immer wieder mal sogenannte „Stationengottesdienste“, bei denen in der Kirche verschiedene Stationen mit kreativen Impulsen zum Bibeltext aufgebaut waren. Im Rahmen von Taizé-Gottesdiensten hat Frankjörn Pack zusammen mit Freunden selbst zur Gitarre gegriffen und gesungen. Neues Liedgut zu etablieren, „aus der Lobpreis- und Worship-Szene“, war ihm ein Anliegen. Zudem hat der Theologe die „Niederbieler Gespräche“ zu gesellschaftlich relevanten Themen mit entsprechenden Referenten eingeführt.

Geboren in Nümbrecht im Oberbergischen Kreis wuchs der 63-Jährige in Wiehl bei Gummersbach auf. Evangelische Theologie studierte Frankjörn Pack in Bonn, Heidelberg und Wuppertal. In der Zeit von 1988 bis 1991 absolvierte er sein Vikariat und den pfarramtlichen Probedienst in Marienheide, nördlich von Gummersbach. Nachdem ihn das Presbyterium der Kirchengemeinde Erda-Großaltenstädten gewählt hatte, trat der Theologe 1992 dort seine erste Pfarrstelle an. In Erda und Großaltenstädten wirkte Pack zehn Jahre. Im Anschluss wurde er Direktionsassistent beim Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverband (DGD) in Marburg. Für diese Tätigkeit beurlaubte ihn die Landeskirche neun Jahre. Seit 2010 ist Frankjörn Pack Pfarrer der Kirchengemeinde Niederbiel, zunächst mit einem Dienstumfang von 75 Prozent. 25 Prozent davon wurden von einer privaten Stiftung finanziert, die auf Initiative der Kirchengemeinde zustande kam. Seit 2021 gehört auch die Kirchengemeinde Oberbiel zum Aufgabenbereich von Pfarrer Pack. Die Pfarrstelle umfasst seitdem einen Dienstumfang von 100 Prozent.

„Wichtig war mir die Vernetzung, die gute Zusammenarbeit mit Kita und Schule und deren Leitungen, aber beispielsweise auch mit Frauenchor, Feuerwehr und den Vereinen“, so Pack. „Gemeinde muss im Dorf präsent sein“, ist der Seelsorger überzeugt. „Christen dürfen nicht unter sich bleiben, sondern müssen ihr Schneckenhaus verlassen.“ Deshalb hat er unter anderem den „Lebendigen Adventskalender“ initiiert. Dabei versammeln sich Gemeindeglieder an jedem Tag im Advent vor einem anderen Haus im Dorf zu einem kreativen geistlichen Impuls und zur persönlichen Begegnung. Hier haben immer auch Menschen mitgemacht, die ansonsten weniger in der Gemeindearbeit engagiert sind.

Auf kreiskirchlicher Ebene hat der Seelsorger sich als Synodalbeauftragter für Predigthelfer, als Mitglied im Diakonieausschuss und als Mitglied im Ausschuss für missionarischen Gemeindeaufbau engagiert.

Zur Familie von Frankjörn Pack gehören seine Frau Beate, zwei erwachsene Töchter und ein Enkelkind.

Im Blick auf seinen Ruhestand freut sich der Theologe besonders aufs Musizieren – vielleicht in einer Band, er selbst als Gitarrist und Sänger. Ein ehrenamtliches Engagement kann sich Frankjörn Pack auch vorstellen, möglicherweise auf diakonischem Gebiet: „Es gibt viele Bereiche, wo man anderen Gutes tun kann.“

Der Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrer Frankjörn Pack findet am Sonntag, 19. November (Volkstrauertag), um 14 Uhr in der evangelischen Kirche in Niederbiel (Weilburger Straße 39) statt. Im Anschluss sind Besucherinnen und Besucher zum Kirchcafé eingeladen.

 

bkl

Frankjörn Pack, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinden Niederbiel und Oberbiel, tritt zum 1. Januar 2024 in den Ruhestand.