Superintendent Hartmut Sitzler ordiniert Pastor im Ehrenamt

Immanuel Buchholtz lebt in der Geistlichen Gemeinschaft Altenberg:

Immanuel Buchholtz ist am Sonntag in der evangelischen Kirche in Oberbiel als Pastor im Ehrenamt ordiniert worden. Für den im Sommer neu gewählten Superintendenten Hartmut Sitzler (Kröffelbach) war es die erste Ordination in seiner Amtszeit. Mit der feierlichen Einsetzung beauftragte er den 36-jährigen Buchholtz zum Dienst der Wortverkündigung und der Sakramentsverwaltung. Damit darf der Westfale nun predigen, taufen und Abendmahl halten.

Buchholtz gehört seit 2018 zur Geistlichen Gemeinschaft Altenberg, in der sich Männer unter der Leitung von Bruder Lukas zusammen geschlossen haben, um in den alten Klostermauern gemeinsam ihr Leben zu gestalten. Buchholtz stammt aus der Grafschaft Rietberg bei Paderborn. Nach Schule und Militärdienst schloss er zunächst „Wanderjahre“ an. 2006 lernte er die erste christliche Kommunität kennen, Er studierte Theologie in Heidelberg, Leipzig/Halle, Tübingen und Berlin. In der Hauptstadt absolvierte er den praktischen Teil seiner Ausbildung, das Vikariat, von 2014 bis 2016. Am Ende des Studiums entschied er sich gegen den Weg in ein Pfarramt.

Die Bezeichnung “Pastor im Ehrenamt” führte die rheinische Kirche ein, als es mehr Pfarrstellenbewerber als Pfarrer gab. Heute suche die Kirche nach Pfarrern, so Sitzler am Rande der Veranstaltung. „Versuche nicht, die Kirche durch aufgeblähte Worte zu retten“, gab Sitzler dem Pastor mit in den Dienst. In diesem Amt gehe es darum, das Wort Gottes mitten in der Gemeinde zu predigen. Dabei müsse Jesus Christus Grund, Mitte und Maß des Predigens sein.
Diakon Julian Gick von der Kirchengemeinde gratulierte Buchholtz und wünschte ihm, dass er mitarbeite, die Zusammenarbeit zwischen Kloster und Kirchengemeinde zu gestalten und weiterzuentwickeln.

Superintendent Hartmut Stitzler mit dem Pastor im Ehrenamt Immanuel Buchholtz.
Foto: Rühl