Sicherheit bei regennasser Straße

Die Motorradsaison ist längst eröffnet und die ersten Verkehrstoten sind zu beklagen. Seit Jahren bieten die Evangelische Kirchengemeinde Wetzlar und der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) Aßlar gemeinsam ein Sicherheitstraining für Biker an.

In diesem Jahr waren es zwölf heimische Motorradfahrer, die sich auf die Ausfahrten vorbereitet haben. Als Trainer hatten die Veranstalter erneut Michael Illi, Referent bei SRS pro Sportler, aus Altenkirchen im Westerwald eingeladen. Zu dem dreitägigen Treffen gehörte am Samstag ein praktischer Teil, den die Biker auf dem Mitarbeiter-Parkplatz der Firma Rittal in Haiger absolvierten. Angesichts des Regens war dies kein einfacher Kurs, denn das Wasser beeinträchtige die Veranstaltung den ganzen Tag. Illi aber war froh, den Fahrern zeigen zu können, wie ihre Maschinen bei Nässe reagieren. „Ich wusste nicht, wie sicher ich mein Motorrad bei Regen auf der Straße führen kann“, sagte Pfarrer Christian Silbernagel, einer der Organisatoren.

Tatsächlich brachte Illi den Fahrern bei, wie sie ihre Maschine auch im Regen sicher zum Halten bringen können. Nicht mit Vollbremsung reagieren, sondern die Bremse behutsam bedienen, war einer seiner Ratschläge. Zudem zeigte der Referent, welchen Bremsweg ein Motorrad hat. Bei 30 Stundenkilometer kam das Fahrzeug nach vier Metern zum Halten. Bei 50 Stundenkilometern waren es bereits neun Meter und bei 70 km/h kam das Bike erst nach 18 Metern zum Stehen. Die Fahrer sollten immer ihren Tacho im Auge behalten, denn man könne nicht beim Blick in die Natur oder auf die Straße wissen, wie schnell man fährt. Er plädierte dafür Tempolimits einzuhalten, denn der Test habe gezeigt, dass bei zu hoher Geschwindigkeit das Leben eines Passanten in Gefahr sei.

Zum Abschluss des Wochenendes haben die Teilnehmer einen Motorradgottesdienst in der Gnadenkirche in Büblingshausen gefeiert. Anschließend ging es auf eine Ausfahrt in die heimische Region.

lr