Pfarrer Hartmut Sitzler an der Spitze des Kirchenkreises an Lahn und Dill

Neuer Superintendent gewählt:

Hartmut Sitzler heißt der künftige Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises an Lahn und Dill. Der Pfarrer der Kirchengemeinden Schöffengrund und Waldsolms-Nord wurde auf der Synode am 11. September in den Hüttenberger Bürgerstuben in das leitende Amt gewählt. Der 46-Jährige wird damit an der Spitze des zum 1. Januar 2019 neu gebildeten Kirchenkreises an Lahn und Dill sowie dessen Leitungsgremiums, des Kreissynodalvorstandes (KSV) stehen. Sitzler vertritt zudem die Interessen des Kirchenkreises bei der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Der Theologe war in der Zeit von Dezember 2015 bis Dezember 2018 Assessor (stellvertretender Superintendent) des Kirchenkreises Braunfels und zuletzt stellvertretender leitender Pfarrer im Kirchenkreis an Lahn und Dill. Dies seit dem Eintritt von Roland Rust, des ehemaligen Braunfelser Superintendenten und leitenden Pfarrers des Kirchenkreises an Lahn und Dill in den Ruhestand zum 1. Juli dieses Jahres. Darüber hinaus hat Hartmut Sitzler sich im Kirchenkreis in der AG Kommunikation für Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit, als Mitglied im Paul-Schneider-Heim-Ausschuss sowie in mehreren Ämtern in stellvertretenden Positionen engagiert.

Aufgewachsen in Nettetal in der Nähe von Venlo an der holländischen Grenze, studierte Hartmut Sitzler in Wuppertal und Münster evangelische Theologie, Geschichte und Philosophie. Nach dem ersten theologischen Examen war er drei Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für reformierte Theologie in Münster tätig und promovierte dort über das Thema „Menschliche Freiheit“. Die praktische Ausbildungszeit, das Vikariat, absolvierte der Seelsorger in Würrich und in Ober Kostenz im Hunsrück.

In Schöffengrund und Waldsolms-Nord wirkt der Seelsorger bereits seit 2006 – zunächst als Pfarrer zur Anstellung und seit Ende Oktober 2009 als Gemeindepfarrer. Auf gemeindlicher Ebene ist der verheiratete Theologe für die pfarramtliche Versorgung der insgesamt sechs Dörfer Niederquembach, Oberquembach und Oberwetz (Schöffengrund) sowie Griedelbach, Kraftsolms und Kröffelbach (Waldsolms-Nord) zuständig. Hartmut Sitzler ist Vorsitzender des Fördervereins Evangelische Kirche Kröffelbach. Gemeinsam mit der Zivilgemeinde Waldsolms hat er das Projekt „Dorfkümmerer“ initiiert, eine gemeinwesenorientierte Sozialarbeit im ländlichen Raum. Am Herzen liegen ihm zudem Projekte der Entwicklungszusammenarbeit. Der Gemeinde zugutekommt auch sein musikalisches Talent: So spielt der Theologe Saxophon, Gitarre und Schlagzeug, singt im MGV Germania Griedelbach und ist dort Beisitzer im Vorstand.

Wichtig ist dem neuen Superintendenten das gemeinsame Hören im Sinne des kreiskirchlichen Leitmotivs „Hören-Glauben-Handeln“. „Ich sehe unseren Kirchenkreis als Gemeinschaft der Gemeinden und will deshalb mit meiner Arbeit die Presbyterien stärken“, beschreibt er seine Motivation. Für Synode und KSV wünscht Hartmut Sitzler sich „offene Diskussionen und dann klare gemeinsame Entscheidungen“.

Die Einführung des neuen Superintendenten und des gesamten Kreissynodalvorstandes ist für Sonntag, 22. November, durch Pfarrer Manfred Rekowski, den Präses der rheinischen Kirche, vorgesehen. Mit diesem Zeitpunkt beginnt die Amtszeit von Hartmut Sitzler sowie aller neu gewählten KSV-Mitglieder.

bkl