Partner in Nambia brauchen Fieberthermometer und Desinfektionsmittel

Corona-Pandemie soll erfolgreich eingedämmt werden:

Die zweite Corona-Welle hat auch das südliche Afrika mit den damit einhergehenden Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben erfasst. So betrifft die wiederaufflammende Pandemie auch die Partner des Evangelischen Kirchenkreises an Lahn und Dill in Namibia. Die Menschen im Kirchenkreis Windhoek unter Leitung von Dean (Superintendent) Abraham Kheibeb bitten ihre europäischen Freunde um Hilfe.

In den 16 Gemeinden des Kirchenkreises werden Fieberthermometer und Desinfektionsmittel dringend benötigt. „Unsere Partner gehen mit der Situation sehr verantwortlich um“, so Christiane Esser, Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses im Kirchenkreis an Lahn und Dill. Gottesdienste dürfen zwar gefeiert werden, jedoch unter strengen Auflagen. So müssen sich die Besucherinnen und Besucher nicht nur die Hände desinfizieren und die Abstandsregeln einhalten. Auch die Körpertemperatur wird am Eingang des Kirchenraumes jeweils mit dem Thermometer genau gemessen. „Damit tragen unsere Freunde in Namibia zur Eindämmung des Virus bei“, ergänzt Esser. Doch die Sorgfalt hat ihren Preis: Umgerechnet etwa 65 Euro kostet ein kontaktloses Fieberthermometer. Für eine Flasche Desinfektionsmittel beträgt der Preis knapp 29 Euro. „Wir wollen unsere Partner in Namibia in dieser schwierigen Zeit nicht vergessen und bitten Gemeinden, Einrichtungen und Einzelpersonen um Spenden“, sagt Esser, die gleichzeitig beeindruckt ist von der Glaubenszuversicht der namibischen Freunde. „Wenn ein kleines Virus solch eine große Zerstörung anrichten kann, dann stellt euch vor, welche Kraft der Glaube haben kann, auch wenn er nur so groß ist wie ein Senfkorn“, schreibt Willem Beukes, der erst im vergangenen Jahr den Kirchenkreis an Lahn und Dill besuchte, in Anlehnung an ein Wort Jesu.

Dass die Wirtschaft durch das Corona-Virus schwer in Mitleidenschaft gezogen ist und der Tourismus ruht, berichtet Beukes, gleichzeitig Vorsitzender des Partnerschaftsausschusses in Namibia, ebenfalls. „Während der zweiten Corona-Welle ist es verständlich, dass Menschen besorgt sind, was ihre Gesundheit, ihre Arbeitsverhältnisse und ihre Zukunft betrifft“, beschreibt der Namibier die derzeitige Situation.

Spenden für Fieberthermometer und Desinfektionsmittel werden erbeten über das Konto des Evangelischen Kirchenamtes:

IBAN: DE59 5155 0035 0010 0309 06, BIC: HELADEF1WET, unter dem Stichwort  „Spende Namibia WHK Thermometer“.

 

Partnerschaft des Kirchenkreises an Lahn und Dill mit dem Kirchenkreis Windhoek
Seit 40 Jahren besteht eine engagierte Partnerschaft des Kirchenkreises Wetzlar und seit 2019 des Kirchenkreises an Lahn und Dill mit dem Kirchenkreis Windhoek in Namibia. Geprägt ist die Zusammenarbeit von einem fortwährenden Austausch, gegenseitigen Besuchen und unterschiedlichen gemeinsam verantworteten Projekten. Erst im vergangenen Jahr waren Dean (Superintendent) Abraham Kheibeb, der Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses Willem Beukes, Emerita Goamus von der Kindertagesstätte Okuryangawa sowie Jimmy Cloete, Sekretär der Bethel-Kirchengemeinde in Wetzlar und der Region an Lahn und Dill zu Besuch. Im Rahmen der 14-tägigen Begegnung mit dem Schwerpunkt auf Klimaschutz und erneuerbare Energien war es auch zur Unterzeichnung der neugefassten Partnerschaftsvereinbarung gekommen.

bkl

Aus Sicherheitsgründen wird vor jedem Gottesdienst die Körpertemperatur der Besucherinnen und Besucher gemessen. Für Fieberthermometer und Desinfektionsmittel sind Spenden erbeten.

Foto: Partnerschaftsausschuss Namibia