Männergruppe A.D.A.M befasst sich mit Friedenswort 2018 der rheinischen Kirche

Die Männergruppe der Evangelischen Gemeinde Krofdorf-Gleiberg traf sich am Freitag,  12. April im Gemeindehaus. Das Thema lautete: „Kirche und Kriege“.

Pastor Ernst von der Recke vom Arbeitskreis Frieden im Evangelischen Kirchenkreis an Lahn und Dill war der Einladung gefolgt und informierte über das Friedenswort 2018 der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Aus Anlass des so katastrophal geendeten 1.Weltkrieges vor 100 Jahren wurde das Friedenswort zur Diskussion und Bewertung in Gemeinden und Kreisen verabschiedet. Es ruft auf, der Rechtfertigung von tötender Gewalt und Kriegen eine Absage zu erteilen und statt dessen dem Engagement für einen gerechten Frieden absoluten Vorrang einzuräumen.

„Jesus hat an keiner Stelle seinen Jüngern erlaubt, der Versuchung zu strafender oder tötender Gewalt zu erliegen.“  Pastor von der Recke weiter: „Konflikte bedürfen einer neuen Bewertung. Sie sind nicht negativ anzusehen. Vielmehr, sie enthalten die Chance, einen schlechten Zustand zu beenden. Das geschieht, wenn es gelingt, die Bedürfnisse aller Beteiligten zu erkennen und in weiteren Schritten gemeinsame Lösungen zu suchen und umzusetzen.“

Zu Beginn des Treffens hatte der Referent die Anwesenden aufgefordert, von ihren Erfahrungen mit Krieg und Kriegsfolgen zu erzählen. Daraus ergab sich eine sehr persönliche und tief bewegende Runde. Das Fazit war einhellig: Der Ruf zum Krieg baut immer auf Lügen auf. Krieg ist Missbrauch von Menschen und eine unverantwortliche Verschwendung von Ressourcen.

Erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges haben Kirchen ihre Mitschuld am Krieg geäußert. So stand am Schluss des Abends für die Männer die offene Frage im Raum: Wie kann Umkehr zuerst in der Kirche und hoffentlich auch in der Gesellschaft aussehen?

Pastor von der Recke ermutigte die Anwesenden, daran weiter zu arbeiten und wies darauf hin, dass in der weltweiten Ökumene Christinnen und Christen am gleichen Punkt sind und fragen: „Wie können wir die Gütekraft Jesu in unserem Umfeld praktizieren?!“ Pfarrer Christoph Schaaf beendete die dreistündige Sitzung mit einem Gebet.

Der Text des Friedenswortes 2018 der EKiR „Auf dem Weg zum gerechten Frieden – Impulse zur Eröffnung eines friedensethischen Diskurses anlässlich des Endes der Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren“ ist hier zu finden: EKiR-Brosch-Friedenswort(1)

Christoph Schaaf /Foto: privat