Landessynode hat begonnen

Superintendent Hartmut Sitzler und Rita Broermann-Becker erstmals dabei:

Mit einem Abendmahlsgottesdienst in der Düsseldorfer Johanneskirche hat die 74. rheinische Landessynode, die in der Zeit vom 11. bis zum 15. Januar stattfindet, begonnen. Daran teil nahmen auch die neu und wieder gewählten Landessynodalen Rolf Bastian (Dutenhofen), Rita Broermann-Becker (Wetzlar), Pfarrerin Alexandra Hans (Wißmar) und Superintendent Dr. Hartmut Sitzler (Kröffelbach) aus dem Kirchenkreis an Lahn und Dill. Sie haben sich dazu im Kirchenamt getroffen, wo sie sich in dieser Woche auch weiterhin virtuell an den Zusammenkünften, die auf dem Programm stehen, beteiligen werden. Erstmals tagt das Leitungsgremium der zweitgrößten Landeskirche in Deutschland pandemiebedingt nämlich als Videokonferenz. Und für Rita Broermann-Becker und Superintendent Hartmut Sitzler ist es zudem die erste Landessynode, an der sie teilnehmen.

Auf dem Programm stehen Wahlen von haupt- und ehrenamtlichen Kirchenleitungsmitgliedern sowie die Wahlen der landeskirchlichen Ausschüsse. Das ursprüngliche geplante Schwerpunktthema „Seelsorge“ musste entfallen, obwohl gerade im Coronajahr 2020 die Seelsorge ein für Menschen existenziell wichtiges Arbeitsfeld gewesen sei, wie Präses Manfred Rekowski bereits Ende vergangenen Jahres festhielt.

Am Donnerstag, 14. Januar, werden die Delegierten aus den 37 Kirchenkreise über das Amt der/des Präses neu entscheiden. Manfred Rekowski (62), der auch die Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar sowie nach deren Vereinigung den Kirchenkreis an Lahn und Dill zu Anlässen wie unter anderem Kirchenjubiläen, Einführungen und Verabschiedungen von Superintendenten und KSV sowie zu Visitationen mehrfach besucht hat, tritt zum März 2021 in den Ruhestand. Der leitende Theologe der Evangelischen Kirche im Rheinland war seit 2013 im Amt. Nominiert für seine Nachfolge sind Professor Dr. Reiner Knieling (Erfurt), Dr. Thorsten Latzel (Darmstadt) und Almut van Niekerk (Sankt Augustin). Mit Gottesdiensten und Interviews haben sich die drei Kandidaten Anfang Dezember öffentlich vorgestellt, abrufbar im Internet. Präses Rekowski hält am Montag nachmittags seinen letzten „Bericht über die für die Kirche bedeutsamen Ereignisse“.

Für die Wahl von zwei weiteren hauptamtlichen Mitgliedern der Kirchenleitung, die gleichzeitig Abteilungsleitende für Abteilung 3 (Erziehung und Bildung) sowie Abeilung 5 (Finanzen und Diakonie) sind, sind Marco Sorg aus Schwerte und Amtsinhaberin Henrike Tetz aus Düsseldorf (für Abteilung 3) als Kandidaten benannt. Für die Abteilung 5 wurden Henning Boecker (Düsseldorf) und Volker Leimert (Mönchengladbach) nominiert. Der ebenfalls nominierte Bernd Baucks, der zur Wiederwahl vorgeschlagen war, hat die Kandidatur aus persönlichen Gründen zurückgezogen.

Inhaltliche Beratungspunkte wie Friedensethische Fragen und der Flüchtlingsschutz sowie der Haushalt, Kirchenordnungsänderungen, Kirchengesetze und Weiteres werden in nicht-öffentlichen Ausschusssitzungen am Dienstag und Mittwoch diskutiert. Am Freitag berät und verabschiedet die Synode diese Beratungspunkte im Plenum.

Weitere Informationen und Materialien gibt es unter www.ekir.de/landessynode, wo auch alle öffentlichen Teile der Synode live übertragen werden.

bkl

 

Bild 1:  Im großen Sitzungsraum des Kirchenamtes feiern die Landessynodalen (v.l.) Hartmut Sitzler, Rolf Bastian, Alexandra Hans und Rita Broermann-Becker den Eröffnungsgottesdienst aus der Düsseldorfer Johanneskirche mit.

Bild 2: Ein Teller für Brot, ein Gefäß für Wein, ein Teelicht und die Gottesdienstordnung wurden den Synodalen von der Landeskirche zur Teilnahme am Abendmahl vor dem Bildschirm im Vorfeld der Synode zugesandt.

Bild 3: Der Gottesdienst wurde aus der Johanneskirche in Düsseldorf übertragen. In den Fürbitten wurde auch an den im vergangenen Jahr verstorbenen Werner Heinrich Giersbach, unter anderem Delegierter zur Landessynode aus dem Kirchenkreis Braunfels, erinnert.