Krippenausstellung wird ins Internet verlegt

Keine Schau in der Wetzlarer Unteren Stadtkirche in diesem Jahr:

Auch die Aktion „Kirche draußen im Advent“ und damit die traditionelle Krippenausstellung in Wetzlar ist von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. So kann aus Sicherheitsgründen in der Unteren Stadtkirche in der diesjährigen Adventszeit keine Schau präsentiert werden. Die Veranstalterinnen, zu denen Uta Barnikol-Lübeck für die Öffentlichkeitsarbeit sowie Marlene Förster und Brigitte Bräutigam für die Frauenarbeit des Evangelischen Kirchenkreises an Lahn und Dill gehören, möchten die Ausstellung, die jedes Jahre mehrere tausend Menschen besucht haben, aber nicht ausfallen lassen und sind auf die Idee gekommen, die Krippenszenen aus aller Welt ins Internet zu verlegen.

„Mit vielen Frauen aus Frauenhilfe und Frauenarbeit und anderen Freiwilligen habe ich seit mehr als zehn Jahren in der Unteren Stadtkirche die Krippenausstellung begleitet“, sagt Marlene Förster, Vorsitzende des Kreisverbandes der Frauenhilfe Wetzlar/Braunfels. „Mit Abstands- und Hygienedisziplin der Besucherinnen und Besucher konnten wir uns die Ausstellung allerdings nicht vorstellen.“ Aufgrund der Attraktivität und der Vielfalt der Krippen sei jedoch die Idee entstanden, sie zumindest im Bild zu zeigen. Dass die Krippenschau auch auf der Homepage des Kirchenkreises ihr Publikum finden wird, davon ist sie überzeugt: „Ich bin sicher, die Menschen werden dort gern nach den Krippen suchen und sie neu und wiederentdecken.“ Das sieht auch Heribert Wenzel aus Kirburg so, der bereits viele Jahre eigene handgefertigte Krippen in der Unteren Stadtkirche ausgestellt hat. „In Zeiten von Corona muss man sich etwas einfallen lassen. Und ich finde, das Internet ist ein tolles Ausweichportal“, erklärt der Krippenschnitzer, der sein Handwerk traditionell an ausgewählten Adventswochenenden in der Wetzlarer Kirche vorführte. „So werden die Krippen nicht vergessen und man kann den Leuten Bilder und Texte anschaulich präsentieren.“

Es besteht Gelegenheit, Fotos von eigenen Krippen mit Angabe der Autorenschaft und einem kürzeren oder längeren Text digital an die kreiskirchliche Öffentlichkeitsarbeit zu senden: presse.lahnunddill@ekir.de (Telefon 06441 – 4009 -15). Der Text kann die Krippe selbst, ihr Alter und ihre Entstehung beschreiben und/oder, was diese Krippe der Besitzerin oder dem Besitzer persönlich bedeutet.

Texte und Bilder postalisch zu schicken, ist ebenfalls möglich: Evangelischer Kirchenkreis an Lahn und Dill, Öffentlichkeitsreferat, Turmstraße 34, 35578 Wetzlar.
Viele Menschen haben bereits Krippenbilder und Texte geschickt, sodass inzwischen mehr als 30 Krippen auf ihre Veröffentlichung warten. Da an einem Tag auch mehrere Krippen auf der Homepage erscheinen können, werden gern weitere angenommen. Verkaufsangebote über die kreiskirchliche Homepage sind nicht möglich.

Die Krippenszenen werden mit Beginn des ersten Advents (29. November) in Bild und Text auf der kreiskirchlichen Homepage www.evangelisch-an-lahn-und-dill.de veröffentlicht.

bkl

 

Diese eigenhändig gefertigte Krippe auf einer Astscheibe stellt Schnitzer Heribert Wenzel aus Kirburg für die Ausstellung zur Verfügung.
Foto: Heribert Wenzel