Kontakt zu den Menschen war Herzensanliegen

Pfarrer Udo Ferber tritt in den Ruhestand:

Ein ereignisreiches und wechselvolles Berufsleben liegt hinter ihm, wenn Schul- und Gemeindepfarrer Udo Ferber am 1. Februar in den Ruhestand tritt. Der in Blasbach wohnende Theologe ist seit 2015 Schulpfarrer an der Wetzlarer Werner-von-Siemens-Schule (berufsbildende Schule gewerblich-technischer Fachrichtung). Zuvor wirkte er bereits seit 2003 an der Theodor-Heuss-Schule (berufsbildende Schule kaufmännischer Fachrichtung) in Wetzlar als Schulpfarrer und ist damit insgesamt 17 Jahre in diesem Amt tätig.

Ein Schwerpunkt meines Handelns galt der Pädagogik mit dem Ziel, über unseren Glauben und unsere Zweifel sprechen zu lernen“, so Udo Ferber. „Ich nenne es ‚Pädagogik im Horizont der Botschaft Jesu‘.“

Den ersten Teil seines Berufslebens verbrachte der 1957 in Wetzlar geborene Theologe als evangelischer Pfarrer in der Gemeinde: nach seinem Theologiestudium in Wuppertal, Tübingen und Marburg als Vikar in Düren und als Pastor im Hilfsdienst von 1984 bis 1986 in Niedergirmes, wo er auch ordiniert wurde, sowie in der Kirchengemeinde Erda-Großaltenstädten. Hier wirkte er mehrere Jahre als Gemeindepfarrer, bevor er 1991 eine Gemeindepfarrstelle in Essen-Überruhr annahm und 1996 Pfarrer der heimischen Kirchengemeinden Oberndorf und Neukirchen wurde.

Seine Entscheidung zum Theologiestudium traf Udo Ferber aufgrund der guten Erfahrungen in Bibelseminaren, gestaltet von Pfarrer Marten Marquardt in Erda, im Religionsunterricht durch Schulreferent Pfarrer Otfried Sander, im Jugendkreis mit Pfarrer Hans Hermann Hagmann in Blasbach und Hohensolms sowie durch das Engagement des Arbeitskreises „Brot für die Welt – Tikato“.

So stand sein privater und beruflicher Einsatz bereits seit dem Beginn des Studiums im Zusammenhang mit der Suche nach Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. „Der direkte Kontakt zu den Menschen ist mir dabei immer Herzensanliegen gewesen“, hält der Theologe fest.

Auch in Kirchenkreis und Landeskirche war Ferber aktiv: zehn Jahre als erster stellvertretender Skriba (Schriftführer) im Kreissynodalvorstand, als Mitglied im Jugend- und Schulausschuss sowie im Arbeitskreis Tikato, als Bezirksbeauftragter für Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen und Synodalbeauftragter für Polizeiseelsorge sowie als stellvertretender Landessynodaler. Zudem vertrat er die Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar als Delegierter im Präventionsrat des Lahn-Dill-Kreises. Darüber hinaus war er seit dem Wintersemester 1996/97 für mehrere Jahre als Lehrbeauftragter im Studienfach Berufsethik, Fachbereich Polizei, an der Verwaltungsfachhochschule in Gießen tätig.

„Aufgrund häufiger Krankenhausaufenthalte konnte ich meine berufliche Tätigkeit in den letzten Jahren nicht mehr so ausüben, wie ich es gerne gewollt und der Schule gewünscht hätte“, so Ferber.

Der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder und Großvater eines Enkelkindes freut sich im Ruhestand auf Wanderungen und Radausflüge mit seiner Frau, Urlaube mit dem Wohnmobil, auf mehr Zeit zum Lesen und sein neues Hobby „gesundheitsbewusstes Joggen“. „Und dass der Kontakt zu Kirchengemeinde und Kirchenkreis nicht abreißt, auch dafür ist gesorgt“, versichert Udo Ferber. „Schließlich ist meine Frau seit zwei Jahren Presbyterin in unserer Heimatgemeinde Blasbach.“

bkl