Informationen und Empfehlungen zum Corona-Virus

Situation im Evangelischen Kirchenkreis an Lahn und Dill:

Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus gibt auch der Evangelische Kirchenkreis an Lahn und Dill allen Verantwortlichen in den Kirchengemeinden und im Kirchenkreis Informationen und Empfehlungen.

Dazu verweist er auf die Veröffentlichungen des Lahn-Dill-Kreises und der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Der Kirchenkreis bittet die Gemeinden, die Vorstellungs- und Konfirmationsgottesdienste sowie die Konfirmandenfreizeiten, Jubiläumskonfirmationen und Taufen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Gemeindeveranstaltungen, Regionalversammlungen, Seminare, Freizeiten und Schulungen sollen abgesagt werden. Auch Besuche von Gemeindegliedern bittet der Kirchenkreis, nicht durchzuführen und stattdessen schriftlich Grüße zu versenden.

Gemeindehäuser sollen nicht mehr vermietet werden.

Alle kreiskirchlichen Veranstaltungen, darunter auch das Wetzlarer Gespräch am 30. März und der Pfarrkonvent, werden für die Zeit bis zum 30. April abgesagt. Den Vorsitzenden der kreiskirchlichen Ausschüsse wird empfohlen, ihre Sitzungen abzusagen.

Für das Kirchenamt in der Wetzlarer Turmstraße 34 gelten besondere Regelungen:
Der laufende Betrieb ist weiterhin gewährleistet. Für den Publikumsverkehr ist das Kirchenamt jedoch zunächst bis zum 30. April geschlossen. Für dringend notwendige persönliche Vorsprachen wird um Anmeldung bei den Abteilungsleitern oder beim Verwaltungsleiter gebeten. Sitzungen finden im Kirchenamt derzeit nicht statt.

Die Empfehlungen des Kirchenkreises werden den Entwicklungen angepasst und entsprechend aktualisiert.

„Die gesamte Situation stellt uns alle vor große Herausforderungen“, sagen die leitenden Pfarrer des Kirchenkreises, Roland Rust und Jörg Süß. „Umso wichtiger ist es, Gott um seine Hilfe zu bitten, um verantwortliche Entscheidungen in einer für uns alle noch nie dagewesenen Lage zu treffen.“ Roland Rust und Jörg Süß bitten darum, auch Erkrankte und Menschen, die derzeit im Einsatz sind, um die Gefahren durch das Virus zu minimieren, in die Gebete einzubeziehen. Weiterhin bitten sie, an einem solidarischen Miteinander in den Gemeinden festzuhalten, auch über Telefon, Post oder E-Mails.

Ab Montag, 16. März, sind auch die acht Kindertagesstätten im Kirchenkreis geschlossen (die sechs Kitas in Wetzlar zunächst bis 17. April). Ausgenommen sind Familien, bei denen die Eltern bestimmten, von der hessischen Landesregierung benannten Berufsgruppen angehören wie medizinisches und pflegerisches Personal, Polizeibedienstete und Rettungsdienste.

Inzwischen finden seit dem Sonntag Okuli (15. März) in den meisten Kirchengemeinden keine Gottesdienste mehr statt. So haben nach der Evangelischen Kirchengemeinde Wetzlar zahlreiche andere Gemeinden ihre Gottesdienste abgesagt. Die Kirchengemeinde Aßlar bietet sonntags in der Zeit von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr eine „Offene Kirche“ an, mit Raum zum Gebet und zur inneren Einkehr. Es wird gebeten, auch die Möglichkeit der Teilnahme an Gottesdiensten über Fernsehen und Rundfunk zu nutzen.

bkl