Gospel ist nicht nur Musik sondern ein Lebensstil

30 Musikbegeisterte geben Konzert in der Kirche:

Dass Gospel nicht nur Musik ist sondern ein Lebensstil, das haben 30 Musikbegeisterte bei einem Konzert in der evangelischen Kirche in Volpertshausen unter Beweis gestellt.

Dazu hatte die Kirchengemeinde die aus Namibia stammende Sängerin Emmerencia Necke (Herten) für einen zweitägigen Workshop eingeladen. Für die Kirchengemeinde und für Necke war ihr Aufenthalt ein Wiedersehen nach über 20 Jahren. Das Konzert war letztlich eine Auswirkung der Partnerschaft des Kirchenkreises an Lahn und Dill mit dem Kirchenkreis Windhoek in Namibia. Seit 1980 wird diese Partnerschaft ins ehemalige Deutsch-Südwest-Afrika gepflegt. Auch die Kindertagesstätten sind in diese Partnerschaft eingebunden. So kam es, dass Emmerencia Necke als 21-Jährige 1998/1999 ein diakonisches Jahr in der evangelischen Kindertagesstätte Neue Wohnstadt in Wetzlar absolviert hat. In dieser Zeit wohnte sie bei Claudia und Klaus Zörb in Volpertshausen. 21 Jahre später gehörte Claudia Zörb zu den Sängerinnen in dem Gospelchor.

Auf die Frage von Pfarrer Joachim Grubert, wann sie mit dem Singen begonnen hat, sagte Necke, in ihrer Heimat gehörte Singen von klein auf zum Gemeindeleben. So sang sie bereits früh in einem Familienchor und später im Jugendchor des Kirchenkreises, der auch im Rahmen der Partnerschaft in Wetzlar aufgetreten ist.
Für Gospel brauche man keine Noten, sondern man muss ihn spüren, so die Workshop-Leiterin. In ihrer Heimat würden bereits die Kinder täglich singen „Danke Jesus. Amen“.

Grubert, der selbst im Gospelchor mitsang, sagte, Necke habe alles an Potential bei den 30 Teilnehmern heraus gekitzelt und die Begeisterung entfacht. Mit Liedern wie „I ‚m free“ (Ich bin frei), „You are my mighty god“ (Du bist ein allmächtiger Gott) oder „We bless your name“ („Wir preisen deinen Namen“) stellten die Sängerinnen und Sänger eindrücklich unter Beweis, was sie in zwei Tagen einstudiert hatten.

„Im Lobpreis besingen wir Gottes Taten“, erläuterte Pfarrer Joachim Grubert. Lobpreis sei nicht nur das Singen sondern umfasse das ganze Leben. Der Dank an Gott setze Kräfte frei und ermögliche Veränderungen. „Its a wonderful day, o Jesus“ (Es ist ein schöner Tag, oh Jesus“), „Your name is a strong tower“ („Dein Name ist wie ein starker Turm“) und „My god is so good“ („Mein Gott ist so gut“) unterstrichen diese Aussagen.

Necke hatte auch den aus Nigeria stammenden Keyboarder Wisdom und seine Frau Bridget mitgebracht, die das Konzert mit gestalteten.

lr

Die Gospelsängerin Emmerencia Necke mit dem Workshop-Chor in der Volpertshäuser Kirche.