Die Arbeit begann in einer Holzbaracke der Firma Leitz

60 Jahre Evangelische Kindertagesstätte Silhöfer Aue:

Die Evangelische Kindertagesstätte Silhöfer Aue blickt auf ihr 60-jähriges Bestehen zurück. Deshalb wird am Sonntag, 27. Januar, um 11 Uhr ein Gottesdienst mit Pfarrer Aurel Everling in der Magdalenenkirche (Magdalenenhäuser Weg 17a) gefeiert.

Begonnen hat die Kindergartenarbeit bereits einige Jahre zuvor in einer alten Holzbaracke an der Lahn. Am 4. September 1950 stiftete die Firma Leitz diese Baracke an der Braunfelser Straße der Evangelischen Kirchengemeinde Wetzlar. Sie wurde in der neu entstehenden und sich vergrößernden Siedlung Silhöfer Aue vielfältig verwendet: Gottesdienste, Bibelstunden, Gemeindeversammlungen und Treffen von Kindern und Jugendlichen fanden darin statt.

Am 5. Dezember 1951 wurde in der Leitz-Baracke die Kindertagesstätte Silhöfer Aue als Notkindergarten in Betrieb genommen. Die Gründung geschah innerhalb von nur 20 Tagen. Annemarie Schermuly, die bis 1958 den Kindergarten leitete, betreute vormittags etwa 40 Kinder. Schnell erkannte man jedoch die Mängel am Standort zwischen Lahn und der verkehrsreichen Braunfelser Straße. Auch die sanitären Anlagen waren für so viele Personen unzureichend. Deshalb gab es 1956 Überlegungen den Kindergarten zu schließen. So sah die Kirchengemeinde die Notwendigkeit, einen anderen Standort zu finden.

Im November 1957 wurde mit dem Bau eines neuen Gemeindezentrums am Fuß des Kalsmunts begonnen. Direkt neben der Magdalenenkirche entstand schließlich eine neue Kindertagesstätte mit einem großen Freigelände. Im Januar 1959 wurde die Kindertagesstätte unter der Leitung von Ingeborg Neumann eingeweiht. Sie betreute mit einer Kinderpflegerin und gelegentlich mit einer Praktikantin bis zu 60 Kinder. Improvisieren war an der Tagesordnung, da es wenig Spielmaterial gab. Im Frühjahr 1962 bekam sie eine dritte Kraft zur Seite.
Heute hat die Einrichtung eine Aufnahmekapazität von 46 Kindern und wird seit über 20 Jahren von Ingrid Gröschler geleitet. Ihr zur Seite stehen fünf Mitarbeiterinnen, die die Kinder im Alter von zwei bis zum Schuleintritt in zwei Gruppen betreuen. Durch die stark veränderte pädagogische und soziale Arbeit werden auch Räume im nahegelegenen Gemeindehaus der Magdalenenkirche mitgenutzt.
Die Kita ist von Montag bis Freitag jeweils von 7 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Die Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit sind, neben dem hessischen Bildungs- und Erziehungsplan auch Integration und Sprache.

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