42 Jahre mit Freude und Engagement

Martin Hahn in den Ruhestand verabschiedet:

Fast 42 Jahre ist Martin Hahn beruflich tätig gewesen, mehr als 39 Jahre davon im Evangelischen Kirchenamt (bis 1. Januar 2019 „Rentamt“) in der Wetzlarer Turmstraße 34. Damit gehört der Verwaltungsangestellte aus Rechtenbach zu denen, die am längsten dort im Dienst gewesen sind. Zum 1. Januar 2020 tritt er in den Ruhestand. Jetzt ist Martin Hahn im Rahmen einer voradventlichen Feier der Mitarbeitervertretung (MAV) in den Hüttenberger Bürgerstuben aus seinem langjährigen Dienst verabschiedet worden.

„Mit ihrem Wirken haben Sie entscheidend zum hohen Ansehen des Kirchenamtes in der Öffentlichkeit beigetragen“, hob Kirchenamtsleiter Ralf Becker in seiner Dankesrede hervor. Martin Hahn habe sich in den mehr als vier Jahrzehnten seiner Tätigkeit viele Dienste erworben und könne stolz auf seine Lebensleistung sein. Sein Fachwissen sei im Kirchenamt und bei den Kirchengemeinden immer gefragt gewesen. Aber auch von Menschlichkeit und Kollegialität sowie einer ausgeglichenen Wesensart war die Rede, von loyaler Pflichterfüllung und einem Rückblick mit Respekt und Dankbarkeit.

Der 65-Jährige begann 1980 seine Tätigkeit  im ehemaligen „Rentamt“ als Verwaltungsangestellter für Aufgaben der Personalverwaltung. Im Laufe der folgenden Jahre hat Martin Hahn die Prüfungen für den mittleren und für den gehobenen Verwaltungsdienst absolviert und war ab 1994 zuständig für Aufgaben der Vermögens- und Kirchensteuerverwaltung sowie des Meldewesens. Ab 2012 kamen Aufgaben im Bereich Finanzausgleichskassen und Versicherungsangelegenheiten hinzu. Im Zuge der Neugliederung der Organisationsstruktur im Rentamt wurde der Verwaltungsangestellte im September 2017 in die Abteilung Finanzen und Wirtschaft versetzt.

Der Vater zweier erwachsener Töchter und Großvater einer Enkelin lebt mit seiner Frau seit 1987 in Rechtenbach. Dort ist Martin Hahn seit fast 27 Jahren im Nebenberuf Teilhaber eines Reisebüros mit Spezialgebiet Nordamerika.

Regine Siekmann überreichte für die Mitarbeitervertretung dem Liebhaber amerikanischer Countrymusik einen eingerahmten Text inklusive Tonträger, den die Mitarbeitenden des Kirchenamtes zur Melodie „Ring of fire“ von Johnny Cash eingeübt und zur Freude aller Anwesenden vorgetragen hatten. Gedichtet hatten die zehn fantasievollen Strophen Sonja Pradl und Johanna Pfeiffer vom Synodalbüro. Viel Mühe hatte auch Abteilungsleiterin Margit Hartmann aufgewandt, die in Anlehnung an eine Geschichte, die Martin Hahn bei einer länger zurückliegenden Weihnachtsfeier vorgetragen hatte, eine eigens gedichtete launige Reisegeschichte mit den Namen aller Mitarbeitenden vortrug.

„Ich habe diese Aufgabe mit Freude und Engagement gemacht“, sagte Martin Hahn zum Schluss. Dankbar zeigte er sich für die vielen Zeichen der Wertschätzung, die er gerade in der letzten Zeit erfahren hatte.

„Wir sind behütet und geborgen, auch gegen allen äußeren Anschein und auch an der Schwelle des Ruhestandes“, hatte der leitende Geistliche des Kirchenkreises, Pfarrer Roland Rust, Martin Hahn sowie allen Anwesenden in seiner Andacht Mut gemacht. In der Bibel sei das Gespenst der Angst als Erfahrung beschrieben, die zum Leben dazu gehört, es aber nicht beherrschen solle. Die Zusage „Fürchte dich nicht!“ ziehe sich wie ein roter Faden durch die Bibel. „Christus gibt dem Leben die angemessene Beleuchtung und rückt es ins rechte Licht“, sagte der Theologe. „Im Advent kommt Gott in der Person Jesu auf uns zu und legt sein ‚Fürchte dich nicht!’ in unser Herz.“

Begonnen hatte der Abend mit einem ansprechenden Konzert des Handglockenchores Hüttenberg unter Leitung von Jonathan Harfst.

bkl

 

 

 

Bild 1: Feierstunde anlässlich der Verabschiedung von Martin Hahn (3.v.r.) in den Hüttenberger Bürgerstuben (v.l.): Roland Rust, Christa Hahn, Regine Siekmann und Ralf Becker.

Bild 2: Der Projektchor der Mitarbeitenden erfreute Martin Hahn mit einem eigens gedichteten Text nach der Melodie von Johnny Cashs „Ring of fire“.

Bild 3: Abschied von Martin Hahn: Die Mitarbeitenden in Kirchenamt und Kirchenkreis verbrachten einen harmonischen Abend in den Hüttenberger Bürgerstuben.